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Schule unterwegs

Mit dem Rucksack zu den Rittern

Wandern auf dem Rheinburgenweg

Die Rheinburgen: Von manchen sind nur Ruinen geblieben, andere werden bis heute bewirtschaftet – beispielsweise von Jugendherbergen. Eine Klassenfahrt dorthin bleibt den Schülern unvergessen

Der Rheinburgenweg bietet auf über 200 Kilometern Natur- und Kultur­erlebnis – und einen Wanderspaß erster Klasse. Wer kleine Abenteuer sucht: Unterwegs vermitteln zwei Klettersteige Alpin-Feeling. Und wer mit seiner Schulklasse einzelne Tages-Etappen erwandern möchte: Links­rheinisch fährt die Mittelrheinbahn im Stundentakt von Mainz bis Köln

Auf insgesamt 13 erlebnisreichen Etappen können wanderlustige Schulklassen auf dem Rheinburgenweg nicht nur mehr als 50 mittelalterliche Burgen und Bauten erleben: Vom sagenumwobenen Rolandsbogen bei Remagen führt die Wanderstrecke vorbei an den Rheinstädten Remagen und Sinzig zum größten Kaltwassergeysir der Welt bei Andernach und durch die Vulkanlandschaft der Vordereifel bis ins Tal der Mosel. Oberhalb von Koblenz streifen Wanderer mit dem Rittersturz geschichtsträchtigen Boden, können in Rhens auf dem Königsstuhl Platz nehmen und hoch über Boppard einen Traumblick auf die größte Schleife des Rheins genießen. Auch für eine Portion Adrenalin ist gesorgt: Bei Boppard lockt der erste Klettersteig zu kleinen Abenteuern und großen Ausblicken. Wer weniger mutig ist, die Klippen zu erklimmen, kann eine sanfte Umgehung wählen.

Feindliche Brüder und singende Nixe

Im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal liegen die Königsetappen des neuen Rheinburgenweges – mit immer wieder neuen Ausblicken auf Burgen wie an der Perlenschnur: Hoch über Braubach thront die Marksburg; die Feindlichen Brüder und die Burgen Katz und Maus schmiegen sich wie Adlerhorste in die Schieferfelsen des Rheintals. Unmittelbar am Weg liegt die Burg Rheinfels – einstmals eine der mächtigsten Festungsanlagen am Rhein. Der beste Blick auf Deutschlands bekanntesten Felsen öffnet sich Rheinburgen-Wanderern vom Rastplatz Maria Ruh aus: Schroff und steil erhebt sich am gegenüberliegenden Ufer die Loreley, während die Rheindampfer für die obligatorische musikalische Untermalung („Ich weiß nicht, was soll es bedeuten …“) zur Rucksack-Vesper an einem der schönsten Rastplätze am Wegesrand sorgen. Entlang der Hangkante – oder über den neuen Oelsberg-Klettersteig – führt die neue Trasse nach Oberwesel mit der Schönburg und der historischen Stadtmauer. Unterwegs gibt es noch einen Blick auf die „Sieben Jungfrauen“, die als Felsen aus dem Fluss ragen.

Burgen, nichts als Burgen

Atemberaubende Felsenpfade und Traumblicke öffnen sich auch auf Etappe 11 zwischen der Liebfrauenkirche in Oberwesel und dem Stadtmauerpfad von Bacharach. Unterwegs sorgt der „Pfalzblick“ für ein ganz besonderes Panorama: Mitten im Rhein schimmert die Zollburg „Pfalzgrafenstein“ im Sonnenlicht, oberhalb von Kaub recken sich die Türme der Gutenfels in den Himmel. Gleich vier Burgen säumen den Weg von Bacharach nach Trechtingshausen: Burg Stahleck, Burg Sooneck, Burg Hohneck und die Ruine Fürstenberg bieten Fotomotive aus diversen Perspektiven. Vorbei an den Raubritterburgen Reichenstein und Rheinstein, durch Wald und Wiesen und über eine Hängebrücke bei Heilig Kreuz erreichen Rheinburgen-Wanderer nach rund 200 Kilometern Bingen.

Weitere Informationen:

  • Romantischer Rhein Tourismus GmbH, An der Königsbach 8, 56075 Koblenz, Tel.: 0261/97 38 47 0; www.romantischer-rhein.de
  • Buchtipp: Rheinburgenweg mit Rheinsteig-Rundtouren – Neue Trasse (Reihe Schönes Wandern Pocket). 176 S. mit Karten, Höhenprofilen und GPS-Daten. ideemedia Verlag, 11,95 €; www.ideemediashop.de
  • Tourenplanungen: www.rheinburgenweg.com

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