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Schule unterwegs

Bunte Abwechslung

Sehens- und Erlebenswertes in und um Hannover

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Heimliche Wahrzeichen Hannovers: die Nanas – bunte, lebensfrohe, weiblich-runde Plastiken der französischen Künstlerin Niki de Saint-Phalle am Ufer der Leine

Sie reisen zur didacta 2018? Dann sollten Sie unbedingt etwas mehr Zeit mitbringen, denn Stadt und Region Hannover warten mit vielen Highlights auf. Eine Auswahl für Entdecker

Die Herrenhäuser Gärten: Gartenkunst in Vollendung

Königliche Residenz: Im Stadtgebiet befinden sich die Herrenhäuser Gärten – und mittendrin das Schloss von Hannovers Königen vergangener Jahrhunderte

Sie gehören zu den schönsten Parkanlagen Europas: Seit über 300 Jahren stehen die Herrenhäuser Gärten für (Garten-)Kunst und Kultur auf höchstem Niveau. Als fast unverändertes Beispiel eines barocken Gartens beeindruckt der Große Garten mit formalem Grundriss, prächtigem Parterre, Wasserspielen und der von Niki de Saint Phalle farbenfroh gestalteten Grotte. Die einstige Sommerresidenz der Welfen vermittelt noch heute ein fürstliches Lebensgefühl. Als Tagungszentrum und Museum gibt das wieder errichtete Schloss Herrenhausen den Gärten ihren architektonischen Bezugspunkt zurück.

Unter Haien: Das Sea Life Aquarium in den Herrenhäuser Gärten zeigt Salz- und Süßwasserwelten

Für Garten- und Pflanzenliebhaber gibt es im Berggarten viel zu entdecken. Rund 12.000 verschiedene Pflanzenarten gedeihen in einem der ältesten Botanischen Gärten Deutschlands. In seinen Schauhäusern sind unter anderem bis zu 800 blühende Orchideen ausgestellt. Eine faszinierende Unterwasserwelt und über 6.000 tropische Pflanzen lassen sich im Sea Life Aquarium inmitten des Berggartens erleben.

Im Georgengarten mit seinen idyllischen Landschaftsbildern aus Rasenflächen, stillen Weihern und dekorativen Brücken lohnt sich ein Spaziergang zum Wilhelm Busch Dt. Museum für Karikatur und Zeichenkunst.

Ab Mai verwandeln sich die Herrenhäuser Gärten in einen grünen Festsaal. Geschmückt mit fast 60.000 Sommerblumen und 1.000 Kübelpflanzen, laden sie zum Besuch vielfältiger Veranstaltungen wie den KunstFestSpielen Herrenhausen, dem Internationalen Feuerwerkswettbewerb, dem Kleinen Fest im Großen Garten oder Aufführungen im historischen Heckentheater ein. Sehr stimmungsvoll sind auch die abendlichen Illuminationen im Großen Garten.

www.herrenhausen.de

Mit Leibniz, Luther und Laves durch Hannover

Durch ein prachtvolles goldenes Tor gelangen Hannovers Besucher mitten in die Barockzeit: Im Großen Garten in Herrenhausen können sie auf den Spuren von Gottfried Wilhelm Leibniz wandeln, der als einer der letzten Universalgelehrten vor über 300 Jahren in Hannover lebte. Er konstruierte die beeindruckende Wasserfontäne im Großen Garten, die mit 80 Metern damals Europas höchste war. Er erfand die erste Rechenmaschine, deren Nachbau heute in der Leibniz-Universität im Welfenschloss gleich neben den Herrenhäuser Gärten zu sehen ist. Er entwarf aber auch Windmühlen,

U-Boote und Nägel mit Sägekanten als Vorläufer der Dübel. Der „Leibniz-Rundgang“ führt zu allen Orten, die in der Stadt an den großen Denker erinnern. Auf dem Faltblatt „Auf den Spuren des Universalgelehrten“ sind alle Etappen verzeichnet, vom schmucken Leibnizhaus in der Altstadt bis zum malerischen Leibniztempel in den Herrenhäuser Gärten.

Hannover „very british“

Auch ein heimliches Wahrzeichen: das Heizkraftwerk an der Ihme – wegen seiner Schlote „die drei warmen Brüder“ genannt

Eine interessante Thementour bietet auch der Architekturpfad, der unter dem Motto „very british“ durch Hannover führt: Von 1714 bis 1837 saßen Hannovers Könige auf dem Thron von England; von dieser besonderen Zeit zeugen bis heute zahlreiche imposante Baudenkmäler. Vor allem der Hofarchitekt Georg Laves prägte die Stadt mit seinen klassizistischen Bauwerken. Er entwarf beispielsweise den hübschen Bibliothekspavillon und das Schloss in Herrenhausen. Auf dem Architekturpfad warten auch besondere Erlebnisse wie ein Besuch der Aegidienkirche aus dem 13. Jahrhundert. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut – ihre Ruine ist nun ein imposantes Mahnmal unter freiem Himmel.

Kunst umgehen

Die kestnergesellschaft präsentiert zeitgenössische Kunst – von internationalen Stars wie auch von spannenden Newcomern

Auf Hannovers Straßen und Plätzen stehen so viele Skulpturen und Kunstobjekte wie in kaum einer anderen deutschen Stadt. Beliebte Fotomotive sind zum Beispiel die drallen bunten Nanas der französischen Künstlerin Niki de Saint Phalle am Ufer der Leine. Auch an den Spazierwegen am Maschsee stehen zahlreiche historische Kunstwerke und moderne Installationen, die interessante Geschichten erzählen können. In der originellen Reihe „Kunst umgehen“ werden dazu regelmäßig Führungen und Veranstaltungen mit Künstlern, Stadtplanern oder Historikern angeboten.

Erlebniszoo Hannover: Auge in Auge mit Eisbären, Wölfen, Tigern

Eisbären, Robben und Pinguine tauchen elegant durchs Wasser, nur von einer Glasscheibe von den Besuchern getrennt. Hier lassen sich alljährlich rund 1,3 Millionen Besucher von über 2.000 Tieren in rund 211 Arten, mitreißenden Shows und Fütterungen begeistern. Zwischen urigen Holzhäuschen liegt in einer Bucht ein imposanter Frachter, in dessen Rumpf 39 Panoramascheiben den Blick unter Wasser freigeben. Wenn die Besucher des Erlebnis-Zoos durch die Kanadalandschaft „Yukon Bay“ spazieren, fühlen sie sich an den Arktischen Ozean versetzt. Rund um das Hafenstädtchen lauern Wölfe, Karibus und Bisons wandern vorbei. Sechs weitere Themenwelten entführen mitten in Hannover in exotische Naturlandschaften.

Auf Safari durch Afrika

Familienbad im Maharadscha-Palast: Die Elefanten des Erlebnis Zoos Hannover erfreuen die Besucher häufig mit neuem Nachwuchs

Wie im Märchen: Das Welfen-Schloss Marienburg wirkt mittelalterlich, stammt aber aus dem 19. Jahrhundert

Der Erlebnis-Zoo Hannover gilt als Europas Thementierpark Nummer eins, denn er verbindet artgerechte Tierhaltung mit immer neuen Attraktionen für die Besucher. So können Sie per Boot durch die Afrikalandschaft „Sambesi“ gleiten, ganz nah an Flusspferden und Nashörnern, Flamingos und Pelikanen vorbei. Im indischen Dschungel entdecken Sie die überwucherte Palast-ruine eines Maharadschas, in der Elefanten, Tiger, Leoparden und Affen leben. Im australischen Outback warten Kängurus, Emus und Wombats bei einer Expedition vor glutroter Kulisse.

www.zoo-hannover.de

Hannovers Museumsvielfalt: für jeden etwas dabei

Ob Sprengel Museum Hannover, Historisches Museum, Niedersächsisches Landesmuseum oder das neue Museum Schloss Herrenhausen: Die Sammlungen und Ausstellungen gewähren neue Einblicke in unterschiedlichste Bereiche, von Bildender Kunst, Landes- und Stadtgeschichte, Archäologie, Natur- und Völkerkunde bis hin zu Technik- und Alltagsgeschichte.

Kunst ist in Hannover allgegenwärtig, etwa mit der Skulpturenmeile, den Nanas oder den BUSSTOPs. Das kürzlich spektakulär erweiterte Sprengel Museum Hannover am Maschsee zeigt Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, seine Überblicksschauen wecken größtes Interesse.

Weitere überregional bekannte Museen für zeitgenössische Kunst sind die kestnergesellschaft und der Kunstverein Hannover. Beliebt ist auch das Niedersächsische Landesmuseum, das mit Archäologie, Landesgalerie, Naturkunde/Vivarium, Völkerkunde und Münzkabinett ein imposantes Spektrum abdeckt.

Mit Kunstexponaten von der Antike bis in die Gegenwart, Alltagsgegenständen und Design begeistert das Museum August Kestner seine Besucher.

Das „ Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst“ präsentiert satirische Kunst, während das Historische Museum besonders Interessenten der Landes- und Stadtgeschichte anspricht. Das neue Museum Schloss Herrenhausen – eine Einrichtung der Landeshauptstadt Hannover, gefördert durch das Land Niedersachsen –

widmet sich der Geschichte der Herrenhäuser Gärten und ihrer historischen Persönlichkeiten. Die Ausstellung „Schlösser und Gärten in Herrenhausen – Vom Barock zur Moderne“ lädt dazu ein, die Vielfalt der Schloss- und Gartenwelt kennen zu lernen.

Die World of Kitchen – WoK, Europas erstes Küchenmuseum, setzt Exponate rund um die Zubereitung von Speisen und die Ernährung in Szene. Auf eine Zeitreise in die 350-jährige Theater- und Operngeschichte Hannovers entführt das Theatermuseum. Und das Museum für Energiegeschichte(n) stellt Kuriositäten und Klassiker aus, die unter Spannung stehen. Im Luftfahrtmuseum Hannover-Laatzen lässt sich anhand von über 4.500 Exponaten die Geschichte der Luftfahrt hautnah erleben.

Gastro- und Partyszene: Ausgehen, genießen, abtanzen

Typisch für Hannovers Straßen: die „Trinkhalle“ oder „Bude“ genannten Kioske

Feinschmecker erleben in Hannover eine kulinarische Weltreise. Spezialitäten aus aller Welt, charmante Cafés und Bistros, rustikale Kneipen und Gasthöfe, stilvolle Bars und Restaurants – die gastronomische Bandbreite garantiert Gaumenfreuden für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel. Von A wie afghanisch bis Z wie zypriotisch bitten kreative Küchenchefs zu Tisch. Anspruchsvollste Genießer freuen sich über eine Haute Cuisine, die von Restauranttestern immer wieder Topnoten erhält.

Unübersehbar kommt das gestiegene Bewusstsein für regionale Produkte in vielen Restaurants zum Ausdruck. Die traditionelle Niedersächsische Küche lockt dabei vor allem Freunde deftiger Leckerbissen à la Grünkohl mit Bregenwurst, Calenberger Pfannenschlag oder Steinhuder Aal an den Tisch. Aber auch sensible Gaumen geraten ins Schwärmen – zum Beispiel beim Spargel aus den namhaften Anbaugebieten in Burgdorf und Nienburg. Eine süße Reminiszenz an das Königreich Hannover ist die berühmte Welfenspeise.

Für gesunde Frische am heimischen Herd sorgt eine reiche Auswahl auf über 60 Wochen- und Bauernmärkten sowie in zahlreichen Hofläden der Region. Immer öfter sind hier auch Bioprodukte im Angebot. Die größte Vielfalt unter einem Dach ist in der Markthalle, dem „Bauch von Hannover“, zu finden. Dieser Treffpunkt wird auch gern auf einen Cappuccino zwischendurch, zur Mittagspause und zum geselligen Feierabend aufgesucht.

Tanz durch die Nacht

Das Heartbreak-Hotel, ein schräger Club auf Hannovers Partymeile im Zentrum, bietet Disco, Drinks und Live-Musik

Urige Kneipen, elegante Cocktailbars, Skybars über den Dächern der Metropole,

Beachclubs im Sommer, Diskotheken für jeden Musikstil – die Partyzone Hannover genießt eine starke Anziehungskraft, und das nicht nur am Wochenende. Allabendlich sorgen ideenreiche Akteure für bemerkenswerte Musikprogramme, ob live oder am DJ-Pult. Vom kleinen Club bis zum raumgreifenden Tanztempel ist für jeden etwas dabei. Regelmäßig werden Clubsessions unterschiedlichster Ausrichtung veranstaltet, die mit außergewöhnlicher Performance überraschen. Die Dancefloor-Szene ist in ihrer Dichte undVielfalt kaum zu überbieten.

Auch Cineasten kommen in Hannover auf ihre Kosten. Vom kleinen Programmkino bis hin zum Premium-Filmpalast, dem größten seiner Art in Deutschland, bietet Hannover ein großes Spektrum.

Schloss Marienburg: Sitz der Welfen

Die Errichtung von Schloss Marienburg, das heute unweit von Pattensen südlich von Hannover liegt, ist mit einer anrührenden Geschichte verbunden: Der blinde König Georg V., der letzte König von Hannover, schenkte seiner Gemahlin, Königin Marie, im Jahre 1857 zum Geburtstag den ab diesem Zeitpunkt nach ihr benannten Marienberg und das noch zu erbauende Schloss. Das nach ihr benannte Schloss war ursprünglich als Sommersitz gedacht. So wurde es aus einem romantischen Lebensgefühl konzipiert: Ein Märchenschloss, errichtet auf einem Hügel, mit Türmen, Schlosskapelle und eigens kreiertem Mobiliar.

Schloss Marienburg befindet sich noch heute im Familienbesitz der Welfen, dem ältesten Fürstengeschlecht Europas, und verzaubert durch die märchenhafte Erscheinung und die nahezu komplett erhaltene Inneneinrichtung seine Besucher. In einer rund einstündigen Schlossführung können die Innenräume besichtigt werden und Sie erfahren Wissenswertes über Schloss Marienburg, seine Bewohner und die Geschichte des Hauses Hannover. Highlights der Führung sind unter anderem das Ensemble von Silbermöbeln aus dem 18. Jahrhundert, die voll ausgestattete Schlossküche mit zahlreichen Kupferkesseln, Backformen, Schüsseln und Schalen sowie die Bibliothek der Königin mit einem aufwendig bemalten und mit Blattgold verzierten Schirmgewölbe.

www.schloss-marienburg.de

Weitere Highlights

  • die Kieze in den Stadtteilen Linden und Nordstadt mit schrägen Clubs, Shops und Lokalen
  • Hannovers „Trinkhallen“: bis spät abends geöffnete Kioske, von denen es hier unglaublich viele gibt
  • das Schauspielhaus und der Ballhof: Theaterbühnen von klassisch bis experimentell
  • das Neue Rathaus am Maschsee mit Fahrstuhl in der Kuppel
  • das Steinhuder Meer: ein flacher Binnensee westlich von Hannover – Paradies für Wassersportler und Wanderer
  • Saupark und Wisentgehege Springe mit vielen heimischen Tierarten und – als Stars des Parks – einer großen Herde mächtiger Wisente
  • der Deister: ein waldreicher Höhenzug südwestlich der Stadt mit vielen Wanderwegen, einem Freilicht-Theater und anderen Ausflugszielen

Weitere Informationen:

www.hannover.de

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