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Umweltbildung

Reiche Ernte

Schulbauernhöfe: Ökolandbau als interdisziplinärer Lerngegenstand

Unser Konsum- und Ernährungsverhalten hat nicht nur entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit, sondern auch auf Umwelt und Klima. Schulbauernhöfe machen das für die Kinder greifbar. Dort erleben sie, wie unsere Nahrungsmittel entstehen – und wie weit sich die industrielle Produktion heute von den Prinzipien der Nachhaltigkeit entfernt hat

Was Kohlendioxid ist, wissen heutzutage schon viele Grundschüler: ein klimaschädliches Treibhausgas. Aber dass es nicht nur aus qualmenden Fabrikschloten und Auspuffrohren kommt, sondern auch aus Mund und Gedärm von Menschen und Tieren – das ist nicht einmal vielen Erwachsenen klar. Jeder Hamburger, jede Grillwurst heizt das Treibhaus weiter an, denn das Fleisch darin stammt in der Regel von Tieren, deren massenhafte Aufzucht Unmengen von CO2 produziert. Je größer der Hunger auf billiges Fleisch, desto größer also die Auswirkungen auf unser Erdklima. Ganz zu schweigen von den negativen Einflüssen auf unsere Gesundheit und die Lebensbedingungen der Nutztiere.

Lernziel Verantwortung

Diese Konsequenzen den Kindern bewusst zu machen, ist ein Hauptziel nachhaltig wirtschaftender Schulbauernhöfe. Der Internationale Schulbauernhof Hardegsen nordwestlich von Göttingen etwa, ein von der UNESCO ausgezeichneter Lernort für nachhaltige Entwicklung, wird nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. In einer aktiven, erlebnis- und handlungsorientierten Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang von Landwirtschaft, Ernährung und Umwelt lernen dort Kinder und Erwachsene, ihr Verhalten zu reflektieren, Konsequenzen zu erfassen und Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen.

Die Erfahrungen, die die Hofgäste hier machen, reichen von der täglichen Arbeit im Stall und auf dem Feld über die Verarbeitung der Erzeugnisse bis hin zur gemeinsamen Zubereitung schmackhafter, vollwertiger Mahlzeiten – als gesunde Alternative zu den ökologisch fragwürdigen Produkten aus der Industrie-Retorte. Außerdem hat der Schulbauernhof Lernangebote im Programm, die über die Landwirtschaft hinausreichen, wie etwa zu erneuerbaren Energien, Handwerk und Kulturlandschaftspflege. Mit nach Haus nehmen die Kinder einen Erfahrungsschatz, der sie ein großes Stück weiterbringt in ihrer Entwicklung zu umwelt- und verantwortungsbewussten Verbrauchern. Ihre Sicht auf ihr Essen wird nach dem Aufenthalt eine andere sein.

Weitere Informationen:

www.internationaler-schulbauernhof.de

Umweltbildung

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