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Mathe lernen

Schön dranbleiben

Wie Lehrer in Niedersachsen zu Multiplikatoren der Fortbildung werden

Primus inter pares: Speziell fortgebildete Lehrkräfte coachen Grundschulkollegen, die fachfremd Mathe unterrichten – ein Modell, das das Niveau des MINT-Unterrichts nachhaltig fördern kann

Niedersachsen will mit speziellen Fortbildungen die Grundlagen für einen guten Mathematikunterricht an den Grundschulen verbessern. Ende 2016 stellte die Kultusministerin des Landes, Frauke Heiligenstadt, eine neue Reihe vor, die in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) und dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) konzipiert wurde

Mit dieser Qualifizierung werden teilnehmende Mathematiklehrkräfte zu Multiplikatoren, die danach in Zweierteams Lehrkräfte an Grundschulen weiterbilden, die Mathematik fachfremd unterrichten.

Auf diese Weise könnten pro Schuljahr bis zu 325 Lehrkräfte erreicht werden, heißt es aus dem Niedersächsischen Kultusministerium. „Wir wissen, dass die fachliche Qualifikation neben pädagogischem Können eine wichtige Voraussetzung für einen guten Unterricht ist“, sagt Kultusministerin Heiligenstadt. „Mit unserer neuen Fortbildungsreihe wollen wir eine Unterstützung für die Lehrkräfte bieten, die an unseren Grundschulen fachfremd Mathematik unterrichten. Wir verbessern damit die Grundlagen für einen guten Mathematikunterricht und gehen einen weiteren Schritt in der kontinuierlichen und frühzeitigen Förderung der MINT-Fächer an unseren Schulen.“

Ausbildungsintensität lässt nach

Bereits Ende November 2016 starteten in Hannover 27 ausgebildete Mathematiklehrkräfte in die Weiterqualifizierung, die verschiedene Teilaspekte des Mathematikunterrichts an Grundschulen auf der Basis des niedersächsischen Kerncurriculums Mathematik umfasst. Die Inhalte der Qualifizierungsmaßnahme wurden durch das Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM) in Dortmund nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt und in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) an niedersächsische Erfordernisse angepasst.

„Während Lehrkräfte in den ersten sechs Jahren ihres Berufslebens relativ intensiv ausgebildet werden, findet in den sich anschließenden vierzig Berufsjahren eine systematische und gleichermaßen praxis­orientierte wie wissenschaftlich fundierte Weiterqualifizierung noch viel zu selten statt“, betont Prof. Dr. Christoph Selter, unter dessen Federführung die Qualifizierungsinhalte am DZLM erarbeitet wurden. Hierbei wurden sowohl inhaltsbezogene als auch prozessbezogene Kompetenzen berücksichtigt, um das selbstständige Denken der Schüler zu fördern sowie das Lernen von- und miteinander.

Weitere Informationen:

www.mk.niedersachsen.de

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