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Lernräume

Whiteboards im Unterricht

Beispiele für Unterrichtsszenarien

Nur im optimalen Zusammenspiel von Hardware und einer standardisierten Lern- und Arbeitsoberfläche (also einer Software) kann Unterrichtsentwicklung mediengestützt zukunftsorientiert geleitet sein.

Hier gilt es, verstärkt Kriterien zu erarbeiten, die – durch Forschungen gestützt – Arbeiten und Lernen mit Informations- und Kommunikationsmedien erfolgreich in alltäglichen Unterricht einbetten.

Ausstattungsvoraussetzungen

So ergeben sich Unterrichtsszenarien, in denen die Schüler ihre individuellen Computer (die idealerweise die Finger- und Stifteingabe auf der Oberfläche zulassen) im Unterricht und zu Hause nutzen können. Mobile Geräte müssen vernetzt sein, wobei darüber hinaus Fachräume mit großen digitalen Arbeitsoberflächen und größeren Rechenkapazitäten für spezifische Arbeiten (tiefergehende Analysen, komplexere Zusammenhänge usw.) vorgehalten werden.

Chancen durch schulnahe Software

Da bei allen Tätigkeiten an Rechnern die eigentliche arbeits- und denkunterstützende Oberfläche Software ist, muss darauf ein besonderes Augenmerk gelegt werden.

Fehlenden digitalen Werkzeugen für die Arbeit in der Schule steht heute vor allem komplexe Software für Bürotätigkeiten gegenüber, die dann – nicht zuletzt wegen mangelnder Alternativen – Einzug in die Klassenzimmer sogar der Grundschule gehalten hat.

Mit der Entwicklung interaktiver Wandtafeln entstanden nun boardeigene Softwareprodukte, die sich firmenspezifisch zwar in Qualität und Quantität ihrer Werkzeuge und ihrer Gestaltungsprinzipien stark unterscheiden, die aber wegen ihrer Grundfunktionalitäten besser zu den Bedürfnissen eines computergestützten Unterrichtsarrangement passen. Es handelt sich damit vom Ansatz her eher um Schul-Software.

Integration in den Unterricht

Da in alltäglichen Unterrichtssituationen verwurzelte Medienarbeit an Schulen grundsätzlich immer einen strukturierten Prozess von technischer Ausstattungsentwicklung, Methodenkonzeptentwicklung, Förderung begleitender Lehrerweiterbildung und Lehrerausbildung sowie auch Elternarbeit erfordert, müssen auch Whiteboards in die medienkonzeptionellen Möglichkeiten und Ziele einer Schule integriert werden.

Dafür ist im Kasten eine Auswahl typischer Integrationsmöglichkeiten zusammengestellt, die in ihren einzelnen Elementen austauschbar sind. Die Interaktiven Whiteboards werden dabei aber immer als selbstverständlicher integraler Bestandteil des gesamten Unterrichtsgeschehens verstanden.

Ulrich Gutenberg ist Lehrer am Grotefend-Gymnasium Münden und medienpädagogischer Berater des Landes Niedersachsen.

Das Klassenzimmerszenario 1

  • (z. B. Grundschule)
  • eine zentrale Projektionsfläche
  • relativ kleine Lerngruppen
  • Wochenarbeitspläne
  • Computerecke(n)
  • periodisches Arbeiten der Kinder am Board
  • Fortentwicklungsszenario: kleine mobile Schülercomputer mit Tastatur und Stift- bzw. Finger-Eingabe

Das Klassenraumszenario 2 (Mittelstufe)

  • eine zentrale Projektionsfläche
  • USB-Adapter am Board
  • Schüler-USB-Stick
  • Schul-Software zu Hause installiert
  • Hausaufgaben präsentationsfähig für das Board + ausgedruckte Version
  • evtl. auch Übertragung von Tafelbildern/Hausaufgaben auf Internetplattformen

Das Klassenraumszenario 3 (Oberstufe)

  • Kurs (z. B. Seminarfach-Kurs) findet in der Regel im Computerraum statt.
  • Schülerinnen und Schüler sorgen in Anlehnung an die bestehenden Möglichkeiten für den Austausch ihrer Daten (Plattformen, soziale Netzwerke, USB-Sticks, mobile Festpatten usw.).

Fachraumszenario 3 (Naturwissenschaften)

  • Datenanschlüsse an jedem Arbeitsplatz
  • schuleigene oder Schülernotebooks
  • Schul-Software zu Hause installiert
  • Interaktives Whiteboard in den fachbezogenen Lehrerarbeitsplatz integriert
  • evtl. integrierte Aufnahmegeräte (Kamera, Mikroskop)
  • gemeinsame Dateiverwaltung im Netzwerk bzw. auf Plattformen

Fachraumszenario 2 (Sprachen)

  • digitales Sprachlabor mit einem Rechner pro Schüler (pädagogische Oberfläche zur Steuerung des Arbeitsprozesses)
  • Unterrichtsarrangement kombiniert Bildschirmarbeit mit z. B. Schul-Software und typischen Sprachlaborfunktionen (Wechselspiel von individuellem und kooperativem Lernen).
  • Board ist integriert als gemeinsame Präsentations- und Korrekturoberfläche entstandener Produkte.

Fachraumszenario 3 (Computerraum)

  • Verbindung von Informations- und Kommunikations-Grundbildung mit Fachinhalten
  • pro Schüler ein Rechner
  • Interaktives Whiteboard beim Lehrerarbeitsplatz integriert
  • eine Jahresstunde „Informations- und Kommunikationsmedien“ mit Anbindung an ein Fach, wobei mehr und mehr das Unterrichtsfach dominiert und auch die normalen Fachunterrichtsstunden im Computerraum unterrichtet werden

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