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Lehrer werden

Fit im „digitalen Klassenzimmer“

Case Study: Lehramtsstudenten testen digitales MINT-Lernkonzept von Lego Education

Lego Education / mho

Pädagogik-Student Patrick Auwärter sieht im Konzept WeDo 2.0 starke Anreize für digital unterstützten MINT-Unterricht

Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg untersucht das Lernen mit digitalen Hilfsmitteln im Grundschulalter. Lehramtsstudenten der Forschungsgruppe rund um Dr. Blessing haben in diesem Rahmen Lego Education WeDo 2.0 in der Unterrichtspraxis getestet

Das Zentrum für Medienbildung der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd beschäftigt sich mit medientechnologischen Entwicklungen der Gesellschaft und erforscht geeignete pädagogische Konzepte zur Unterstützung der Medienbildungsprozesse im schulischen Kontext. In einem separat eingerichteten und von der Deutschen Telekom Stiftung geförderten digitalen Klassenzimmer stehen Lehrmethoden im Mittelpunkt, die Kinder optimal auf die Herausforderungen einer digitalisierten Gesellschaft vorbereiten. Dr. Axel M. Blessing, Geschäftsführung Lehre und Studium des Zentrums für Medienbildung, erläutert: „Bei der zunehmenden Digitalisierung unserer Gesellschaft ist es besonders wichtig, dass Heranwachsende einen verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit neuen Medien erlernen.“

Eines von insgesamt acht Projekten, die den Einsatz digitaler Medien in der Grundschule wissenschaftlich erforschen, beschäftigt sich mit dem Programmieren. Bildungsanbieter Christiani hat hier das Lernkonzept WeDo 2.0 von Lego Education mit in die Forschungsarbeit eingebracht.

Einfacher Einstieg in komplexe Themen

Bei WeDo 2.0 geht es darum, anhand von unterschiedlichen Projekten aus der Realität spielerisch die Grundzüge des Programmierens zu erlernen. Die Kinder bauen ein Robotik-Modell aus Lego-Steinen und bewegen und steuern dieses im Anschluss mittels einer eigens programmierten, einfachen App. Das Lernkonzept verbindet so digitales und haptisches Lernen.

Einer der Studenten von Dr. Blessing, der an der Pädagogischen Hochschule zum Lehrer ausgebildet wird, ist Patrick Auwärter. Er ist Teil eines Seminars, das den Einsatz von WeDo 2.0 im Unterricht testet und beschreibt seine Erfahrungen: „Der größte Vorteil liegt wohl auf der Hand – die Kinder kennen Lego aus ihrer alltäglichen Welt und erkennen viele Elemente wieder. Der Anreiz, daraus etwas zu bauen, ist bei allen groß. Neue Elemente werden dabei sofort und mühelos integriert. Die Motivation der Schülerinnen und Schüler ist hoch und ihr Interesse am jeweiligen Thema ist oft schon durch den Einsatz dieser Materialien geweckt. Für den Lehrenden selbst gestaltet sich die Vorbereitung auf den Unterricht durch die angebotenen Leitfäden einfach. Positiv ist, dass der Einstieg in ein neues Thema für beide Seiten, also Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler, deutlich erleichtert wird. Die online angebotene Lehrerhandreichung ist sehr übersichtlich aufgebaut und vereinfacht der Lehrperson die Vorbereitung auf die Stunde. Ich halte mich aber dennoch an meine Devise, meine Stunden immer selbst vorzubereiten, um wirklich genau zu verstehen, was ich unterrichte. Diese Vorbereitungen sind durch das von Lego Education bereit gestellte Material schnell und problemlos zu erarbeiten.

Neugierig aufs Programmieren

Die bekannten Lego-Steine zum Leben erwecken: Das schaffen selbst Grundschulkinder, indem sie kleine Roboter programmieren lernen

Daten strukturieren und vernetzen, Problemstellungen analysieren und aufbereiten, Konzepte und Lösungen entwickeln, Implementieren, Testen und Reflektieren – all das kann mit Lego Education WeDo 2.0 gut vermittelt werden. Insgesamt sollte man unbedingt auf einen ausgewogenen Einsatz der unterschiedlichen Lehrmittel achten, um alle Kinder mit ihren ganz eigenen Lernvoraussetzungen und Interessen wirklich zu erreichen.

Wenn die Sets von WeDo 2.0 im Klassenzimmer zum Einsatz kommen, freuen sich alle besonders auf den Teil der Programmierung. Denn hier kommen die Tablets ins Spiel. Die Kinder sind neugierig und freuen sich über ihre Erfolge als kleine Programmiererinnen und Programmierer, wenn sie ihre selbstgebauten Modelle mit der App „zum Leben erwecken“.

Natürlich fördern das Teilen eines Baukastens und die Zusammenarbeit in kleinen Teams auch die sozialen Kompetenzen der Kinder. Da die Kompetenz-Vermittlung spielerisch erfolgt, fällt den Kindern das Lernen leichter. Das gefällt mir sehr. Mich hat das Konzept von Lego Education WeDo 2.0 überzeugt und ich hoffe, dass ich diese praxisnahe und anschauliche Art des Lehrens später in meinen Unterricht einbeziehen kann. Dr. Blessing ist stolz auf das Leuchtturmprojekt des digitalen Klassenzimmers und zieht eine erste Zwischenbilanz: „In unserem Forschungsprojekt konnten die Lehramtsstudierenden erste Erfahrungen beim sinnvollen Einsatz digitaler Medien im Unterricht sammeln. Das war für alle Beteiligten natürlich überaus spannend. Langfristig sollen die Ergebnisse dazu beitragen, die Kinder besser auf die Zukunft vorzubereiten!“

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