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Kulturreisen

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Deutschlands Kulturerbestätten im Porträt – Teil 2

Eine der größten Kirchen des Abendlandes: der Kölner Dom

Was haben der London Tower, die Chinesische Mauer und Luthers Geburtshaus gemein? Sie wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erhoben. Allein in Deutschland gibt es fast 40 derart geadelte Stätten – tolle Ziele für Exkursion und Klassenfahrt. In Teil 2 unseres Überblicks porträtieren wir für Sie die Kulturerbestätten der Nordhälfte Deutschlands

Hansestadt Lübeck

Lübeck hat einen exemplarischen Charakter für die hansische Städtefamilie im Ostseeraum. Die Stadt wurde 1143 gegründet und 1159 unter Heinrich dem Löwen in den bis heute fortwirkenden Grundlinien angelegt. Kerngerüst der Stadtarchitektur sind die in der Hochgotik errichteten Strukturen, die in der Parzellierung, der Aufreihung gleichartiger Giebelhäuser, Dachwerke oder Hochblendgiebel anschaulich werden.

Der von der UNESCO geschützte Bereich bezieht die wichtigsten Bauwerke Lübecks ein: den Baukomplex des Rathauses, das Burgkloster, den Koberg – ein vollständig erhaltenes Viertel des späten 13. Jh. – mit Jakobskirche, Heiligengeist-Spital und den Baublöcken zwischen Glockengießer- und Aegidienstraße, das Viertel der Patrizierhäuser des 15. und 16. Jh. zwischen Petrikirche und Dom, das Holstentor und die Salzspeicher am linken Traveufer.Auf dem Stadthügel ist ein mehrere Jahrhunderte altes slawisches Siedlungsgefüge entdeckt worden.

www.luebeck.de

Hansestädte Stralsund und Wismar

Mächtige Backsteingotik prägt die Hansestädte Wismar und Stralsund

Die Altstädte von Stralsund und Wismar repräsentieren – neben Lübeck und Bremen – idealtypisch die entwickelte Hansestadt während der Blütezeit des Städtebundes im 14. Jahrhundert. Die überlieferte Bausubstanz mit zahlreichen Einzeldenkmälern dokumentiert anschaulich die politische Bedeutung und den Reichtum der Ostseestädte im Mittelalter. Die Gruppe der sechs monumentalen Backsteinkirchen bildet einen einzigartigen Querschnitt durch die berühmte Sakralarchitektur der Hansestädte.

Wismar ist die einzige in dieser Größe und Geschlossenheit erhaltene Hansestadt im südlichen Ostseeraum. Das historische Hafenbecken vermittelt ein authentisches Bild von dem eigentlichen Rückgrat der Seehandelsstadt. Stralsunds einmalige Insellage zwischen dem Strelasund und den im 13. Jahrhundert aufgestauten Teichen betont den mittelalterlich geprägten Stadtkörper.

Im 17. und 18. Jahrhundert standen Stralsund und Wismar unter schwedischer Herrschaft. Aus dieser Zeit stammen einige beeindruckende Barockbauten wie das Zeughaus in Wismar oder das Schwedische Regierungspalais in Stralsund.

www.wismar-stralsund.de

Hansestadt Bremen

Rathaus und Roland in Bremen repräsentieren die Entwicklung der Hanse, der Bremen seit 1358 angehörte. Das Rathaus wurde Anfang des 15. Jahrhunderts im gotischen Stil erbaut und im frühen 17. Jahrhundert im Stil der Weser-Renaissance renoviert. Die Rolandstatue auf dem Marktplatz wurde 1404 als Wächter hanseatischer Freiheit errichtet. Beide sind einzigartige Zeugnisse für die Entwicklung von Autonomie und Marktrechten des europäischen Bürgertums speziell im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. 1405 bis 1408 im Stil eines gotischen Saalgeschossbaus errichtet, erhielt das Rathaus 200 Jahre später eine neue Fassade, die durch ihre architektonische Gestaltung und ihr bildkünstlerisches Programm zu den eindrucksvollsten Schöpfungen der deutschen Renaissance zählt. Die Rolandstatue in Bremen gilt als die älteste noch an ihrem Platz befindliche Statue dieser Art in Deutschland.

www.rathaus-bremen.de

Berliner Museumsinsel

Viel Grün zwischen steinernen Monumenten: die Museumsinsel in Berlin

Das Ensemble von Museumsbauten illustriert die Entwicklung modernen Museum-Designs. Dazu gehören fünf Bauten: das Pergamon-Museum, das Alte Museum, die Nationalgalerie, das Bode-Museum (ehemals Kaiser-Friedrich-Museum) und das Neue Museum. Die Besonderheit der Berliner Museumsinsel besteht darin, dass sie diese großartigen Sammlungen in Gebäuden präsentiert, die ihrerseits die Entwicklung der Institution des Museums in der Architektur, der Raumdisposition und der Gestaltung widerspiegeln. Die Entwicklung vom universalen Bildungsideal eines Wilhelm von Humboldt, veranschaulicht in Schinkels Altem Museum, bis zur wissenschaftlich hochdifferenzierten Rekonstruktion von Grabungsfunden, wie sie die Objekte im Pergamon-Museum vorführen, wird in der Baugeschichte der Museumsinsel sichtbar.

www.smb.museum

Siedlungen der Berliner Moderne

Einer von sechs Gebäudekomplexen der Berliner Moderne: Siedlung Siemensstadt

Die sechs denkmalgeschützten Siedlungen – erbaut von 1913 bis 1934 – repräsentieren einen neuen Typus des sozialen Wohnungsbaus aus der Zeit der klassischen Moderne und übten in der Folgezeit beträchtlichen Einfluss auf die Entwicklung von Architektur und Städtebau aus. Zum Welterbe zählen sechs repräsentative Wohnhaussiedlungen der Berliner Moderne: die Gartenstadt Falkenberg, die Siedlung Schillerpark, die Großsiedlung Britz, die Wohnstadt Carl Legien, die Weiße Stadt und die Großsiedlung Siemensstadt. Sie übten großen Einfluss auf die Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus, auf Architektur, Städtebau und Landschaftsgestaltung aus.

www.stadtentwicklung.berlin.de

Schlösser u. Parks von Potsdam u. Berlin

Der Name „Sanssouci“ (ohne Sorge) der Sommerresidenz Friedrichs des Großen verrät den Wunsch des Königs nach Intimität und Einfachheit. Schloss und Park von Sanssouci, oft als „preußisches Versailles“ bezeichnet, sind eine Synthese der Kunstrichtungen des 18. Jahrhunderts in den Städten und Höfen Europas und spiegeln die monarchistische Staatsidee wider. Zum Schutzbereich der Welterbestätte gehören Schloss und Park von Babelsberg sowie der Neue Garten im Westen des Heiligen Sees mit dem Marmorpalais und Schloss Cäcilienhof. Hinzu kommen als integrierender Bestandteil des ganzen Ensembles die auf Berliner Gebiet liegenden Denkmalbereiche, darunter das von Schinkel erbaute Schloss Glienicke und die Pfaueninsel mit Kavaliers- und Palmenhaus. 1992 und 1999 wurde das Potsdam-Berliner Welterbegebiet um 14 Denkmalbereiche erweitert, darunter die Sacrower Heilandskirche, Schloss und Park Lindstedt, die Russische Kolonie Alexandrowka, der Pfingstberg mit dem Belvedere und die Sternwarte am Babelsberger Park.

www.spsg.de • www.potsdam.de

Dom und St. Michaelis zu Hildesheim

Der Hildesheimer Dom und die ehemalige Benediktiner­abteikirche St. Michael legen ein außergewöhnliches Zeugnis von der religiösen Kunst im Heiligen Römischen Reich ab. Die Gebäude und Kunstschätze vermitteln einen umfassenden Zugang zum Verständnis romanischer Kirchen im christlichen Abendland. St. Michael, 1010 bis 1022 von Bischof Bernward von Hildesheim erbaut, ist ein Schlüsselwerk mittelalterlicher Kunst. St. Michael und der 1046 neu erbaute Dom bewahren eine bedeutende Zahl von historischen Ausstattungsstücken: in St. Michael die bemalten Stuckreliefs der Chorschranken (Ende des 12. Jahrhunderts) und die breite, bemalte Holzdecke, die die Wurzel Jesse darstellt (1230). Außergewöhnliche Werke der Gießkunst sind die Bronzetüren und die Bronzesäule, die im Dom aufbewahrt werden. Dieser hat nach langer Restaurierung seine Tore nun wieder für Besucher geöffnet.

www.welterbe-hildesheim.de

Fagus-Werk in Alfeld

Die Fabrikanlage im niedersächsischen Alfeld gilt als Ursprungswerk der modernen Industriearchitektur. Im Jahr 1911 beauftragte der Industrielle Carl Benscheidt den damals noch nicht einmal 30-jährigen Architekten Walter Gropius und seinen Mitarbeiter Adolf Meyer mit dem Bau seiner neuen Schuhleistenfabrik in Alfeld. Benscheidt bewies durch sein Vertrauen in Gropius’ moderne Auffassung von Architektur ein gutes Gespür, denn die Fabrik stellt rückblickend das Manifest der „Neuen Sachlichkeit“ dar. Der funktionalistische Industriekomplex wurde in drei Bauabschnitten von 1911 bis 1925 errichtet, eine letzte Erweiterung wurde 1938 von Peter Neufert ausgeführt.

www.fagus-gropius.com

Quedlinburger Altstadt

Quedlinburg, nahe des Brockens auf der östlichen Seite des Harzes gelegen, ist ein prototypisches Beispiel für eine europäische mittelalterliche Stadt, die aus einem Burgdorf und mehreren Ansiedlungen entstanden ist. Altstadt und Neustadt verschmolzen 1330 zu einer Doppelgemeinde mit gemeinsamer Stadtmauer. Dieses zusammenhängende städtische Gefüge bestimmt den Charakter des Ortes. Vom Schlossberg aus schaut man auf ein schiefverwinkeltes Spitzgiebel- und Türmchengewirr. Mit seinen rund 1.300 Fachwerkhäusern aus sechs Jahrhunderten und einer Reihe von Jugendstilbauten ist Quedlinburg eines der größten Flächendenkmäler Deutschlands. Als architektonisches Meisterwerk der Romanik gilt die Quedlinburger Stiftskirche St. Servatii, ein Zeugnis der sächsisch-ottonischen Dynastie.

www.quedlinburg.de

Gartenreich Dessau-Wörlitz

Ikone moderner Architektur: das Bauhaus in Dessau

Das einzigartige Landschaftskunstwerk zwischen den Städten Dessau und Wörlitz ist zwischen 1765 und 1800 von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau und seinem Berater, dem Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff, gestaltet worden. Der Venustempel und das Pantheon im Ostteil des Gartens erinnern an römische Vorbilder. Das Schloss im Landhausstil gilt als Gründungsbau des Klassizismus in Deutschland. Heute beherbergt es unter anderem antike Plastiken, Gemälde und Gefäße der berühmten Wedgwood-Manufaktur. Die aufklärerischen und pädagogischen Absichten der Bauherren zeigen sich in der Offenheit der Anlage. Das Rokoko-Schloss Mosigkau beherbergt Meisterwerke flämischer und holländischer Maler. Die Galerie im Schloss Georgium vereinigt über 2.000 Werke aus den anhaltischen Fürstenhäusern, Gemälde der Dürerzeit, die Hauptwerke von Lucas Kranach und Johann Georg Trautmann.

www.gartenreich.com

Wartburg

Die Wartburg bei Eisenach symbolisiert die feudale Epoche in Mitteleuropa. Um 1200 war sie Pflegestätte der höfischen Kultur. Hier weilten Dichter wie Walther von der Vogelweide, Wolfram von Eschenbach, Albrecht von Halberstadt, Heinrich von Morungen und Herbort von Fritzlar. Von 1211 bis 1228 verbrachte die heilig gesprochene Elisabeth von Thüringen mehr als zwei Drittel ihres Lebens auf der Wartburg und am Thüringer Hofe. Im ausgehenden 16. Jahrhundert fand Martin Luther hier Zuflucht. Von Mai 1521 bis März 1522 hatte der geächtete Reformator auf der Wartburg Zuflucht gefunden und im Dezember mit der Übertragung des Neuen Testaments aus der griechischen Urfassung ins Deutsche begonnen. Im 19. Jahrhundert wurde die Wartburg als nationales Denkmal ausgestaltet.

www.wartburg-einsenach.de

Bergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar u. Oberharzer Wasserwirtschaft

Über 1000 Jahre alt: die Kaiserpfalz in Goslar

Zehn Jahrhunderte Bergbaugeschichte dokumentiert der 1988 stillgelegte Rammelsberg mit seinem großen Bestand an Bergbaudenkmälern: die Abraumhalden (10. Jh.), der Rathstiefste Stollen (einer der ältesten und besterhaltenen Stollen des deutschen Bergbaus, 12. Jh.), das Feuergezäher Gewölbe (ältester ausgemauerter Grubenraum Europas, 13. Jh.), der Maltermeisterturm (das älteste Tagesgebäude des deutschen Bergbaus, 15. Jh.), der Roeder-Stollen (18./19. Jh.) mit zwei originalen Wasserrädern und die Übertageanlagen aus den 30er-Jahren des 20. Jahrhundert.

Der Reichtum des Rammelsberges an Silber- und vor allem Kupfererz war Anfang des 11. Jahrhunderts Ursache für die Gründung der Pfalz durch Kaiser Heinrich II. Im Jahre 1009 fand die erste Reichsversammlung in Goslar statt. Goslar war Residenzstadt deutscher Könige und Kaiser bis 1253. Die Türme der 47 Kirchen und Kapellen bestimmten die Silhouette der Stadt. Das heute noch geschlossen erhaltene Stadtbild ist geprägt durch Gildehäuser, das historische Rathaus und eine große Zahl Bürgerhäuser mit kunstvoll beschnitztem Fachwerk. 2010 wurde die Welterbestätte um die Oberharzer Wasserwirtschaft erweitert. Sie gilt als eines der weltweit größten vorindustriellen Energieversorgungssysteme und umfasst 107 historische Teiche, 310 Kilometer Gräben und 31 Kilometer Wasserläufe.

www.goslar.de

Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg

Luther-Statue vor dem Wittenberger Rathaus

Luthers Geburts- und Sterbehaus in Eisleben stehen für die Eckdaten vom Leben des Reformators. Die beiden Häuser sind auch Denkmale bürgerlicher Lebensweise zur Zeit der Reformation und damit Zeugnisse für die soziale und geistige Basis der historischen Ereignisse. Das Geburtshaus beherbergte in dem sogenannten „Schönen Saal“ bereits 1693 eine Gedenkstätte und gilt als eines der ältesten Geschichtsmuseen im deutschsprachigen Raum. Die Lutherhalle war über 40 Jahre lang Wohn- und Arbeitsstätte des Reformators. Hier entstanden seine wichtigsten Werke. Das Melanchtonhaus ist fast unverändert erhalten. Mit dem Studierzimmer des Hauses, in dem Melanchton 24 Jahre lebte und in dem er am 19. April 1560 verstarb, bleibt eine wichtige Erinnerungsstätte der Reformation bewahrt. Die Stadtkirche, an der Luther über 30 Jahre das Predigtamt inne hatte, war ein Hauptschauplatz des Reformationsgeschehens. Sie wurde nach Luthers Tod in ihrer Bausubstanz kaum verändert.

www.wittenberg.de • www.eisleben.eu

Muskauer Park

Nördlich von Görlitz schuf Fürst von Pückler-Muskau (1785 –1871) einen Gartenreich beachtlichen Ausmaßes. Es beeinflusste die Landschaftsarchitektur in Europa und Amerika. Der rund 700 Hektar große Park besteht auf deutscher Seite aus dem Schloss-, Bade- und Bergpark und auf polnischer Seite aus dem Unterpark, dem Arboretum und den Braunsdorfer Feldern. Bei der Gestaltung durch kunstvoll angepflanzte Gehölze und sorgsam platzierte Bauten nutzte Pückler die reizvolle Lage an den Hangterrassen des Neißetales. Die nachfolgenden Besitzer vollendeten und pflegten sein Werk bis zum Zweiten Weltkrieg.

www.muskauer-park.de

Das Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau

Die Bauten der Bauhaus-Professoren von Walter Gropius bis Hannes Meyer, Lazlo Moholy-Nagy bis Wassily Kandinsky begründeten den Bauhaus-Stil, der die Architektur des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt hat. Beispielhaft für die Weimarer Bauhaus-Architektur ist das „Haus am Horn“, das nach einem Entwurf von Georg Muches 1923 als Musterhaus realisiert wurde.

Die „Meisterhäuser“ in Dessau verkörpern den Bauhaus-Stil: kubische Gestaltung, ökonomische Raumaufteilung und -erschließung, vertikale und horizontale Fensterbänder, außen weiß, innen nach den individuellen Vorgaben der „Meister“ farbig. Die Einrichtung stammte aus den Werkstätten des Bauhauses.

www.bauhaus-dessau.de • www.weimar.de

www.klassik-stiftung.de

Klassisches Weimar

Die Weimarer Klassik überschritt weit die nationalen Grenzen und wurde Teil der Weltkultur. Es enstanden literarische Werke größter Bedeutung, geprägt von Weltoffenheit, universellem Bildungsanspruch und humanistischem Streben. Weimar wurde zu einem Brennpunkt europäi­scher Geistesströmungen: 1772 kam der Dichter Christoph Martin Wieland, 1775 Johann Wolfgang Goethe, ein Jahr später Johann Gottfried Herder und 1799 Friedrich Schiller in die Residenzstadt. Goethes Tod 1832 markiert den Endpunkt der Weimarer Klassik.

Welterbe sind elf Teile des klassischen Weimar, zumeist „assoziative“ Denkmäler, deren Wert sich aus der Verbindung von historischem Geschehen, baulicher Hülle und authentischer Ausstattung bildet. Sie künden von der Lebenswelt der Dichter, ihrer Mäzene und von den vorbildhaften künstlerischen, architektonischen, städtebaulichen und landschaftsgestalterischen Leistungen der Zeit.

www.klassik-stiftung.de • www.weimar.de

Industriekomplex Zeche Zollverein

Denkmal der Industriekultur: die Zeche Zollverein – hier die Kokerei

Die Zeche Zollverein Schacht XII in Essen war die größte und modernste Steinkohleförderanlage der Welt. Die beiden vom Bauhaus inspirierten Architekten Fritz Schupp und Martin Kremmer, die den in zwei Achsen angeordneten Industriekomplex nach Prinzipien der Symmetrie und Geometrie harmonisch durchgestalteten, konstruierten mit Zollverein Schacht XII eine einmalige Musteranlage.

1986 wurde die Zeche stillgelegt. Statt für einen Abriss, entschloss sich das Land Nordrhein-Westfalen, die Zeche der Ruhrkohle AG abzukaufen, sie unter Denkmalschutz zu stellen und grundlegend zu sanieren. Die 1998 gegründete Stiftung Zollverein widmete sich der Wiedernutzbarmachung und Erhaltung des Industriedenkmals. Der Industriekomplex ist heute ein Besichtigungsort zu Bergbaugeschichte und Entwicklung der Industrie-Architektur in einer der bedeutendsten Industrieregionen Europas.

www.zollverein.de

Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl

Symbol fürstlicher Allmacht: Schloss Falkenlust bei Brühl

Als Meisterwerk des Rokoko ist Schloss Augustusburg in Brühl unmittelbar mit der Geschichte der großen europäischen Architektur in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts verbunden. Kurfürst Clemens August beauftragte 1725 den westfälischen Architekten Johann Konrad Schlaun, auf den Fundamenten einer mittelalterlichen Burg ein Residenzschloss zu bauen. In drei Jahren entstand ein bescheidenes, dreiflügliges Gebäude, in das die alte Bausubs­tanz mit einbezogen war. Schlauns Nachfolger François Cuvilliers war ein Meister des Ornaments. In seinen Arbeiten triumphierte das Rokoko und ließ auf den Baustellen österreichische, bayerische, italienische und französische Künstler zusammenkommen. Kernstück von Augustusburg ist die Treppe Balthasar Neumanns.

www.schlossbruehl.de

Kölner Dom

Der Kölner Dom, erbaut von 1248 bis 1880, gilt als Meisterwerk gotischer Architektur. Die Dom-Kathedrale war noch bei ihrer Vollendung im 19. Jahrhundert das größte Gebäude der Welt. Als eine herausragende Leistung des Mittelalters gilt der Reliquienschrein für die Gebeine der Heiligen Drei Könige, der größte Reliquienschrein des Abendlandes. Das ottonische Gerokreuz auf dem Kreuzaltar im Dom ist das erste Großkreuz des westlichen Abendlandes. Der Dom verfügt über zwei große Flügelaltäre: Der Klarenaltar aus dem 14. Jahrhundert mit 36 Bildern und 25 Skulpturen sowie der vom Kölner Meister Stephan Lochner geschaffene Altar der Stadtpatrone.

www.koelner-dom.de

Dom zu Aachen

www.aachendom.de

Erster Gewölbebau nördlich der Alpen: die Pfalzkapelle des Aachener Doms

Der um 790 bis 800 erbaute Dom ist bau- und kunstgeschichtlich von universeller Bedeutung und eines der großen Vorbilder religiöser Architektur. Über einen Zeitraum von 600 Jahren (936 –1531) wurden hier 30 deutsche Könige gekrönt. Die Pfalzkapelle, das erste gewölbte Gebäude nördlich der Alpen, ist durch Bautraditionen der klassischen Antike und durch die byzantinische Architektur stark geprägt. Über achteckigem Grundriss errichtet, von einem Seitenschiff mit Emporen umgeben und mit einer Kuppel abschließend, hebt sie sich von den später hinzugefügten Bauteilen deutlich ab, unter denen der gotische Chor hervorzuheben ist. Die Sammlungen des Aachener Domschatzes zeigen sakrale Kulturschätze aus spätantiker, karolingischer, ottonischer und staufischer Zeit.

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