bildung+ Startseite Mediadaten Impressum Links Newsletter

Journal der Leipziger Buchmesse Referendare reisen Lernen science bildungSPEZIAL medien

Lerngegenstand Wasser

Selfie mit dem Buprä

Wettbewerbe und Lernveranstaltungen bereichern die Umweltbildung

Marc Hankmann

Die einmalige Gelegenheit für ein Selfie genutzt: Bundespräsident Gauck posierte 2016 im Schloss Bellevue mit zwei Siegerinnen des Schulwettbewerbs „Alle für eine Welt für alle“

Die Nutzung der Wasserkraft zur Gewinnung von Strom ist ein elementarer Bestandteil der Energiewende. Ihr Gelingen wird maßgeblich darüber entscheiden, in was für einer Welt die Generationen nach uns leben werden. Deshalb ist die nachhaltige, klima- und ressourcenschonende Energiegewinnung ein wichtiges Thema in der Schule. Viele Verbände, Organisationen und politische Institutionen unterstützen die schulische Umweltbildung

So sucht das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit zusammen mit der gemeinnützigen co2online GmbH die besten Klimaschutzprojekte in ganz Deutschland und vergibt im nächsten Jahr den Titel des Energiesparmeisters. Der Schülerwettbewerb richtet sich an alle Schultypen. Bis zum 15. Januar 2017 können sich Schüler und Lehrer für den Wettbewerb anmelden. Es werden sowohl bereits realisierte als auch aktuelle oder neu geplante Projekte berücksichtigt.

Unter den eingegangenen Bewerbungen wählt eine mit Experten aus Forschung und Umweltpolitik besetzte Jury Ende Januar 2017 die Gewinner aus. Sie bewertet die Projekte nach Aufwand und Nutzen, Innovation und Kreativität sowie Kommunikation. Pro Bundesland wird ein Sieger gekürt. Sie erhalten jeweils 2.500 Euro sowie eine Patenschaft mit renommierten Unternehmen oder Institutionen. Außerdem treten die 16 Gewinner um den Titel „Energiesparmeister Gold“ an. Insgesamt wartet auf die Sieger Geld- und Sachpreise im Wert von insgesamt 50.000 Euro. Kein Wunder, dass der Wettbewerb viele Schulen anzieht. Im vergangenen Jahr nahmen 32.000 Schüler aus 300 Schulen teil.

Globale Zusammenhänge verstehen

Es ähnelt sehr Monopoly, doch anstatt um Geld geht es bei dem Brettspiel „Vielfältig ohne Einfältig“ um Ressourcen wie Ackerland, Wald oder Wasser. Auf einer Weltkarte sind verschiedene Länder in ihren tatsächlichen Größenverhältnissen abgebildet. Sie konkurrieren um die Ressourcen, wobei real existierende Konflikte auf der Erde widergespiegelt werden. Dabei ist es aber auch möglich, anhand von Allianzen mit anderen Staaten Aushandlungsprozesse um die Ressourcen in Gang zu setzen.

Das Spiel stammt aus der Sozial-AG „TAT“ (Think-Act-Talk) der Max-von-Laue-Oberschule in Berlin. Sie gewann mit „Vielfältig ohne Einfältig“ den 1. Preis des Schulwettbewerbs „Alle für eine Welt für alle“ in der Kategorie für 8. bis 10. Klasse. Bereits seit 2003 rufen der Bundespräsident sowie der Bundesminister für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit Schulen der Klassen 1 bis 13 alle zwei Jahre zur Auseinandersetzung mit Themen der globalen Entwicklung auf. Bei „Vielfältig ohne Einfältig“ werden spielerisch Kompetenzen hinsichtlich der Vielfalt globaler Herausforderungen erworben, lobt die Jury das Brettspiel der Berliner Schüler.

Das Ziel des Wettbewerbs ist es, den Lernbereich globale Entwicklung im Unterricht zu unterstützen sowie Kinder und Jugendliche für dieses Thema zu sensibilisieren. Die Teilnehmer haben die freie Wahl, denn Beiträge für den Wettbewerb können in jeder erdenklichen Form eingereicht werden: Texte, Fotos und Filme sind genauso gefragt wie Kunstwerke, Theater- oder Musikstücke, Plakate oder digitale Arbeiten. Für ihren 1. Preis erhielt die Sozial-AG „TAT“ 2.000 Euro. Insgesamt werden Preise im Wert von über 50.000 Euro ausgelobt. Außerdem erhält jeder Teilnehmer eine persönlich unterzeichnete Urkunde des Bundespräsidenten, der die Delegationen der Siegerteams ins Schloss Bellevue einlädt und ihnen gemeinsam mit dem Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die Urkunden persönlich überreicht.

Auf Klimaexpedition

Die 2017er-Wettbewerbsrunde läuft bereits. Bis zum 15. Januar können sich Schulklassen mit ihrem Projekt anmelden

Um globale Zusammenhänge geht es auch bei der Klimaexpedition der Organisation Germanwatch, die sich seit 1991 für eine soziale und ökologische Gestaltung der Globalisierung einsetzt. Insbesondere arbeitet sie an wirkungsvollen und gerechten Instrumenten sowie ökonomische Anreize für den Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel.

Bei der Klimaexpedition handelt es sich jedoch nicht um eine kostspielige Klassenfahrt auf einen weit entfernten Gletscher. Die Germanwatch-Experten holen den Blick vom Weltall auf die Erde ins Klassenzimmer und nutzen dafür Satellitenbilder. Durch den Vergleich zwischen früheren und Live-Aufnahmen werden die Auswirkungen unseres Energie- und Rohstoffverbrauchs auf die Umwelt deutlich. Gletscherschwund, Häufung von Starkwetterereignissen und der Rückgang des Arktiseises sind drei Beispiele, die in ein- oder zwei 90-minütigen Unterrichtseinheiten veranschaulicht werden.

Die Klimaexpedition wurde bereits als UN-Projekt im Rahmen der Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet und erhielt vom Rat für nachhaltige Entwicklung das Qualitätssiegel „Werkstatt-N 2012-Projekt“. Die Inhalte eignen sich für Schüler der Klassen 5 bis 13 aller Schulformen. Zusätzlich hält Germanwatch auch kostenlose weiterführende Materialien zu weiteren Themen wie etwa dem Anstieg des Meeresspiegels bereit. Darin werden auch verschiedene Möglichkeiten für Aktionen aufgezählt, die Lehrer mit ihren Klassen durchführen können.

Unterhaltung und Lernen

Beim Projekt „Lernerlebnis Energiewende“ erfahren Schüler der Klassen 5 bis 10 alles Wissenswerte zum Thema regenerative Energien. Die bundesweite Bildungs- und Informationsveranstaltung setzt auf eine multimediale und interaktive Inszenierung. Die 90-minütige Veranstaltung ist ein Mix aus Show, Theater und Quiz, aufgebaut als Reise, in der die Schüler bei den fossilen Rohstoffen und ihrer Endlichkeit starten und über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Energiegewinnung bis zu einem Deutschland im Jahr 2050 kommen, das zu 80 Prozent auf erneuerbare Energien setzt.

Hinter „Lernerlebnis Energiewende“ steckt Friedhelm Susok, studierter Sozialpädagoge und seit 15 Jahren in der Umsetzung von Bildungsangeboten an Schulen aktiv. Gefördert wird das Projekt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU). Susok führt als Moderator durch die Veranstaltung, in der ihm und seinem Team verschiedene Medien und Spielelemente zur Verfügung stehen. Diese können je nach Gesprächsverlauf, Interesse und Leistungsstand der teilnehmenden Schüler eingesetzt werden. In Form eines Spiels wird das erlernte Wissen nach jeder Phase kontrolliert.

Aufgrund des modularen Aufbaus lassen sich die Inhalte auf die jeweilige Altersstufe anpassen. Zudem konzentriert sich die Veranstaltung auf sechs wesentliche Schwerpunkte, um den Schülern eine bessere Orientierung zu geben. Einen Schwerpunkt bildet auch das Thema Wasser. Hier geht es insbesondere darum, wie Stadtwerke die Energiewende vor Ort gestalten. Auch wenn das Projekt vornehmlich auf den Einsatzschwerpunkt in der Schule ausgelegt ist, lässt es sich auch im außerschulischen Bereich einsetzen.

Lerngegenstand Wasser

Lebensspender und Konfliktursache

Wenn wir uns ein Glas mit Trinkwasser füllen, uns die Hände waschen oder die Toilette spülen, denken wir nur selten daran, dass and … mehr

Lerngegenstand Wasser

Plastikpiraten: Das Meer beginnt hier!

Jedes Jahr gelangen weltweit viele Millionen Tonnen Plastik in unsere Meere; ein Großteil davon wird von den Flüssen in die Weltmee … mehr