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Umwelt + Klimawandel

Vor der eigenen Tür kehren

Sechs simple Tipps für den Klimaschutz rund ums Klassenzimmer

Schüler als Energiedetektive: Die Spürnasen checken, ob die Heizung runtergedreht ist und Elektrogeräte vom Netz genommen sind – einfache, aber effiziente Maßnahmen für eine ökologisch wirtschaftende Schule

Umweltbildung steht in vielen Schulen bereits auf dem Lehrplan. Aber wie sieht es mit der Ökobilanz der Schulen selbst aus? Sie gehören immer noch zu den größten Energieverbrauchern der öffentlichen Hand – und bieten somit viel Potenzial für ebenso lehrreiche wie kostendämpfende Umweltprojekte

Schulen in Deutschland sind Energiefresser: Laut Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) verbraucht eine mittelgroße Schule circa 1.000.000 Kilowattstunden pro Jahr für Wärme und 100.000 Kilowattstunden für Strom. Das entspricht Heizkosten von rund 50.000 Euro und Stromkosten von 25.000 Euro. Damit sind Verbrauch und Kosten in Schulen deutlich höher als in anderen öffentlichen Gebäuden.

Die gemeinnützige co2online GmbH gibt zum neuen Schuljahr Tipps, wie Schüler und Lehrer ihren Energieverbrauch senken und so das Klima schützen können – auf dem Weg zur Schule, während des Unterrichts und auch danach.

Sechs Tipps für Klimaschutz rund ums Klassenzimmer

1. Mit dem Laufbus klimafreundlich zur Schule kommen

Vor allem Grundschüler werden oft mit dem Auto zur Schule gebracht, da ihre Eltern sie nicht allein zur Schule laufen lassen möchten. Abhilfe schaffen Laufbusse. Die Idee: Eine Gruppe von Schülern legt den Schulweg gemeinsam zurück und wird dabei von einem Erwachsenen begleitet. Ist der Schulweg zu lang, um ihn mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu bewältigen, können Fahrgemeinschaften gegründet und Mitfahrbörsen gestartet werden.

2. Heiz- und Stromverbrauch im Klassenraum senken

Besonders viel Energie lässt sich in der Schule selbst sparen. Ist die Temperatur im Klassenraum zu hoch, gilt: Heizung runterdrehen. Jedes Grad weniger spart circa sechs Prozent Heizenergie. Für Klassen- und Lehrerzimmer werden 20 Grad empfohlen. Auch beim Licht gilt: Wenn möglich, bitte ausschalten. Um ungewolltes An- und Ausschalten von Lampen zu verhindern, können Lichtschalter beschriftet werden.

3. Schüler spüren Energiefresser auf

In vielen Schulen gibt es „Energiedetektive“, die kontrollieren, ob die Heizung heruntergedreht, der Müll getrennt und Elektrogeräte vollständig vom Netz genommen wurden. Falls nicht, erinnern sie ihre Mitschüler an energiesparendes Verhalten. Plakate mit Energiespartipps fürs Klassenzimmer können auf www.energiesparmeister.de/energiesparen kostenlos heruntergeladen werden.

4. Energiesparkonto für Schulen nutzen

Beim Überprüfen der Einsparerfolge hilft das kostenlose Energiesparkonto (www.energiesparkonto.de). Hier können Schüler und Lehrer ihren Energieverbrauch regelmäßig eintragen und genau sehen, wie stark sie ihn senken konnten. Das motiviert nicht nur, sondern zeigt auch, welche Maßnahmen sich besonders lohnen.

5. Fifty/Fifty-Prämien sichern

Anreize zum Energiesparen bieten sogenannte Fifty/Fifty-Programme. Die Idee dahinter: Der Schulträger zahlt der Schule am Ende des Jahres einen vorher festgelegten Anteil ihrer eingesparten Energiekosten aus. So profitiert die Schule direkt von den Einsparungen und kann die Gelder nutzen, um beispielsweise weitere Klimaschutzprojekte anzustoßen.

6. Teilnahme an Klimaschutz- wettbewerben

Schulen, die bereits für den Klimaschutz aktiv sind, können sich bei regionalen oder bundesweiten Klimaschutzwettbewerben wie dem Energiesparmeister-Wettbewerb für Schulen (www.energiesparmeister.de) bewerben. Neben der zusätzlichen Öffentlichkeitsarbeit winken Preisgelder, die bei der Finanzierung des Projekts helfen können.

Was Schulen sonst noch tun können, um ein erfolgreiches Klimaschutzprojekt zu starten, und wie sie ihr Projekt finanzieren können, verrät der Leitfaden „Klimaschutz im Klassenzimmer“, der kostenlos heruntergeladen werden kann unter:

www.energiesparmeister.de/leitfaden

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